Bahnhofkirche

… wöchentlich gibt es in der Bahnhofkirche 2 Gottesdienste. Besonders beliebt ist die Samstagvorabendmesse, welche rhythmisch gestaltet wird.

Wie es zum Bau der ehemals als Notkirche bezeichneten Bahnhofkirche kam:

Die Bevölkerung von Marchegg Bahnhof nahm ständig zu, so wollte auch der Wunsch eine Kirche zu bauen nicht verstummen.

In den ersten Monaten des Jahres 1930 bildete sich ein Komitee, dem der damalige Pfarrer Kowanda vorstand, das sich den Bau einer Kirche zum Ziel setze.

Pfarrer Kowanda selbst stellt zwei große Spenden (eine, die er aus Amerika bekam und die zweite, die er anlässlich seines Priesterjubiläums bekam) für den Grundstückankauf zur Verfügung.

Am Sonntag, dem 7. Septemper 1930 war die Grundsteinlegung. Das Gebäude sollte Kirche, Kindergarten und Wohnräume der Schwestern einschließen. Der beauftragte Architekt war einer der ersten Österreichs – Professor Dr. Holey, die Bauarbeiten wurden der Baufirma Peter Mittermayer übergeben.

Am 2. August war die Glockenweihe der „Vorläufer Christi Glocke“, die vom Ehepaar Johann und Maria Rathner gespendet wurde. Kurz darauf, am 13. September, wurde der Gottesdienst vom Kinosaal, wo er seit einiger Zeit abgehalten wurde, in das neue, noch unvollendete Kirchlein verlegt, um nach der schlichten Weihe durch Dechant Kowanda die erste Messe zu feiern.

Am 22. Juni 1958 wurde der Grundstein für den von Architekt Dipl.-Ing. Karl Humpelstetter entworfenen Zubau gelegt, sodass am 25. Oktober 1959 Kardinal F. König den Anbau zur Bahnhofkirche weihen konnte.

Das kulturell bedeutenste Merkmal der Bahnhofkirche ist das barocke Kruzifix über dem Altar. Dieses Kreuz stammt aus der Schlosskapelle und wurde von dem barocken Bildhauer Jörg Petel (+ 1634) hergestellt. Nachdem es 1945 von Besatzungsmächten beschädigt wurde, wurde es später von Fürst Pàlffy´s Erbin, Frau Anna Elisabeth Schönauer, als nunmehrige Eigentümerin, dem damaligen Stadtpfarrer Prof. Dr. Josef Wurzinger zur Verfügung gestellt.

Malermeister Anton Ondreyka restaurierte das „Petel Kreuz“, danach konnte es über dem Altar in der Bahnhofkirche befestigt werden, wo es noch heute zu bewundern ist.